Aquaplaning- und Bremsverhalten
bei Reifen enorm verbessert
Aquaplaning- und Bremsverhalten bei Reifen enorm verbessert
In den vergangenen Jahren konnte die Reifenindustrie Sommer- und Winterreifen erheblich optimieren. Dabei wurden die wesentlichen charakteristischen Eigenschaften, wie zum Beispiel Aquaplaning- und Bremsverhalten, enorm verbessert.
Moderne Winterreifen haben eine thermoelastische Laufflächenmischung. Diese bleibt selbst bei kalten Temperaturen griffig und bietet einen besseren Straßenkontakt als Sommerreifen. Die Aufstandsfläche des Reifens bleibt auch bei Kälte elastisch und passt sich der Oberflächenstruktur der Straße optimal an. Dies ermöglicht der Anteil von Silica in der Lauffläschenmischung. Silica ist eine Mischung aus verschiedenen Kiselsäuren, deren Anteil bei modernen Winterreifen bis zu 100 Prozent betragen kann. Ein Winterreifen erhält den entscheidenden Grip auf Schnee durch die hohe Anzahl an Lamellen in den Profilblöcken. Bis zu 2000 dieser Profilschnitte greifen in Eis und Schnee und bilden dabei Längs- und Querkanten. Beim abrollen öffnen sich die Lamellen und dringen in den Schnee ein. Damit verbessert sich das Bremsvermögen und die Traktion.
Sommerreifen verlieren gegenüber Winterpneus bei Temperaturen von unter sieben Grad erheblich an Leistung. Bremswege werden spürbar länger und das Gefahrenrisiko steigt. Deshalb sollte erst auf Sommerreifen gewechselt werden, wenn die Temperaturen mindestens eine Woche lang wärmer als sieben Grad war. Die Gummimischung der Sommerreifen enthält einen Kautschukanteil, damit die Reifen selbst bei hohen Temperaturen standhalten und das Material nicht weich wird. Im Gegensatz zu Winterreifen besitzen Sommerreifen den so genannten Wischkanteneffekt, der Regenwasser durch das Profil drängt. Damit bleibt eine gute Bodenhaftung erhalten und es kann kein Aquaplaning auf nasser Fahrbahn entstehen.